Soll man junge Igel zu sich ins warme Haus holen?

Bald kann man sie wieder sehen putzige junge Igel die raschelnd im Herbstlaub nach Futter suchen. Sie sehen noch so klein und niedlich aus, dass man sie am liebsten sofort adoptieren und beschützen möchte.

Ist es jedoch das Beste für die
kleinen Igel, wenn man sie zu sich ins Haus holt?

Ist es erlaubt junge Igel in der eigenen Wohnung überwintern zu lassen?

 

Nur wenige Igel brauchen Hilfe im Herbst. Junge Igel

Normalerweise sollten Jungigel (auch unter 300 Gramm) im Herbst draußen bleiben dürfen. Oft ist es falsch verstandene Tierliebe sie zu sich ins warme Haus zu holen, um sie dort durch den Winter über zu pflegen. Besser ist es, draußen zuzufüttern. Am geeignetsten ist hierfür  Katzenfutter.
Finden Sie einen kleinen Igel auf der Straße, setzen Sie ihn ins nächste Gebüsch.

 

 

Junge Igel

 

 

 

Auch wenn man es nicht glauben mag: Igel sind Wildtiere und stehen unter Naturschutz. Es ist verboten, sie zu fangen, auch nicht vorübergehend zu Anschauungszwecken. Es ist verboten sie wie Haustiere zu halten.

 

Kündigungsgrund: „Igel in der Wohnung“

Wenn man zur Miete wohnt können überwinternde Igel in den Wohnräumen ein Kündigungsgrund sein.

Laut Auffassung eines Berliner Amtsgerichts  (Az.: 12 C 133/14) sind Igel Wildtiere. Deshalb könnten für sie auch nicht die Regeln der Kleintierhaltung gelten. Wer dies nicht akzeptieren will, riskiert eine Kündigung.

Im vorliegenden Fall hatten sich mehrere Nachbarn über den Geruch beschwert. Die Vermieterin hatte nach Abmahnung, gekündigt. Das Gericht bestätigte die Rechtmäßigkeit dieser Kündigung.

 

Wenn man jetzt aber einen verletzten oder noch sehr kleinen Igel findet? Wenden Sie sich am besten an den NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V. dort wird man Ihnen wahrscheinlich mit Rat und falls notwendig auch mit Tat zur Seite stehen.

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Bilder: Stremme, Alexander Erdbeer – fotolia

Kategorie: Haus und Garten